06.2012 usa - canada - alaska highway

zurück in den usa

die zeit in der schweiz vergeht sehr schnell und bald heisst es wieder packen. am 13. juni 2012 bringt uns renate zum flughafen. dann beim einchecken die überraschung. der transport von gandra kostet von zürich nach los angeles chf 500. dafür drücken sie wenigstens beim „leichten“ übergewicht unseres gepäcks beide augen zu. dank eines atemstockenden krimis von charlotte link und dem unterhaltungsprogramm der swiss sind die 12 stunden flug einigermassen erträglich. in los angeles holt uns kurt ab und bald sind wir wieder im schönen desert garden im simi valley, wo unser auto während unserer abwesenheit sicher geparkt war. kurt hat uns einen deckenventilator, eine stabile treppe und eine einstiegshilfe besorgt. die teile werden montiert und zusätzlich wird der dieselkocher wieder durch einen gaskocher ersetzt.

marlise und kurt geben uns noch tipps für alaska. dann verabschieden wir uns von den beiden und fahren zum highway 101. bald erreichen wir santa barbara und machen eine pause beim yachthafen. auf der suche nach einem übernachtungsplatz landen wir in einem rebberg. was wir nicht wissen, dass in der nacht die reben gespritzt werden. die mexikanischen angestellten sind sehr rücksichtsvoll und wecken uns nicht, obwohl wir ihnen die arbeit erschwert haben.

san francisco lassen wir links liegen und landen bald auf der interstate 5, die uns schnell weiter nach norden bringt. unser nächstes ziel ist der lassen volcanic nationalpark. die schneebedeckte landschaft und die zu überquerdenden pässe erinnern uns stark an das ofenpassgebiet. an ein paar stellen blubbert es wie im yellowstone und der schwefelgeruch ist sehr penetrant.

gut ausgebaute forststrassen (nr. 15 und nr. 49) führen vorbei an lavafeldern, kratern, eingestürzten lavatunnels und seen zum lava beds national monument. hier sind über 700 lavaröhrenhöhlen entdeckt worden. sie beherbergen 14 verschiedene arten von fledermäusen. einige der röhren können besichtigt werden. gutes schuhwerk, warme kleidung und lampe sind unerlässlich.

auch beim crater lake sind wir erstaunt, wieviel schnee noch liegt. die sonne scheint und der anblick des tiefblauen kratersees mit dem vulkankegel bleibt unvergesslich.

wir folgen dem umpqua river, bis wir die küste oregons erreichen. bei den oregon dünen ist es offensichtlich, dass das wochenende vor der türe steht. der parkplatz ist voll von campingfahrzeugen. vor jedem stehen mindestens zwei atv’s (all terrain vehicles). bis spät in die nacht hinein hören wir das brummen der motoren. nur an wenigen stellen führt die 101 direkt am pacific ocean entlang. die schönen küstenabschnitte sind verbaut und für die allgemeinheit nicht zugänglich.

in astoria befahren wir die 6,5 km lange filigrane stahlbrücke über den columbia river. schon sind wir im staate washington. der olympic national park empfängt uns mit dauerregen. wen wundert’s – ist ja auch regenwald. die rialto beach sollte man auf keinen fall auslassen. der ganze strand ist mit treibholz übersät – zum teil 30 m lange stämme mit einem durchmesser von bis zu 2 metern. schön sind auch die vorgelagerten grün bewachsenen felsinseln. der mount olympus zeigt sich leider nicht. er ist von dichtem nebel umhüllt. so sind wir schneller in port angeles als gedacht. nach einer ruhigen nacht beim walmart fahren wir nach port townsend und nehmen die fähre nach whidbey island. wegen dauerregen lassen wir den plan fallen, nochmals zum wunderschönen washington park in anacortes zu fahren.

 

einreise nach kanada

um 18 uhr stehen wir schon am kanadischen zoll in sumas. die üblichen fragen zu frischem obst und gemüse, alkohol, tabak und waffen beantworten wir selbstverständlich mit nein. bei der immigration gibt uns die nette beamtin ein visum für 6 monate, obwohl wir nur 1 monat für den transit nach alaska verlangt haben.

am nächsten tag möchten wir in little fort zur „hidden valley ranch“ von michelle, der tochter von marlise und kurt. am fährterminal merken wir, dass die fähre wegen hochwasser gar nicht übersetzen kann. immer wieder kommen einheimische und schauen auf die wassermarke. am ufer hat es einen picknicktisch mit aussicht auf den north thompson river und wir machen es uns mal gemütlich. in rasanter geschwindigkeit driften grosse baumstämme flussabwärts. in zwei stunden ist das wasser schon wieder um 2 inches gestiegen und die wiese ist schon teilweise unter wasser. später kommt der fährmann und zieht die fähre mit einem bulldozer näher ans ufer. da es wieder wie aus kübeln giesst, wollen wir auch nicht die backroad von clearwater aus zur ranch benützen. denn weiter nördlich sind strassen wegen erdrutschen gesperrt worden. neben dem fährterminal wohnt ein älterer herr. er meint, so hoch sei das wasser seit 20 jahren nicht mehr gestanden, aber diese nacht wären wir hier noch sicher. so entschliessen wir uns zum bleiben. am nächsten tag hat sich die situation nicht verbessert und wir verschieben den besuch bei michelle auf die rückkehr von alaska.

 

alaska highway

unser nächstes ziel ist dawson creek – die „mile 0“ des alaska highways. auf mehr oder weniger eintöniger strecke rasen wir bis fort nelson. dort checken wir im visitor center kurz unsere mails und erfahren, dass steffi und benny sowie anita und mark in whitehorse sind. das gibt uns noch mehr motivation, so schnell wie möglich dort anzukommen.

auf der weiterfahrt sehen wir immer wieder schwarzbären am strassenrand, moose (elche), die über die strasse rennen, dall schafe und wir können sogar eine bisonherde mit jungtieren beobachten.

in watson lake besuchen wir den berühmten schilderwald. mittlerweile sind dort über 70‘000 schilder angebracht worden. wir sind erstaunt, dass es so viele ortsschilder aus deutschland und der schweiz gibt.

der walmart parkplatz in whitehorse ist ein richtiger traveller treffpunkt. man könnte meinen, man sei auf einem campingareal. nach der gemeinsamen verschiffung unserer fahrzeuge in hamburg und über einem jahr reise auf dem nordamerikanischen kontinent treffen wir endlich steffi und benny mit ihrem hund diddl. am nächsten tag besuchen uns auch noch anita und mark. spontan entschliessen wir uns, mit steffi und benny ein stück auf dem dempster highway zu fahren.


06.2012
Frankreich Landkarten auf stepmap.de
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