09.2012 british columbia - wieder in den usa

fähren-erlebnis in bc

in little fort machen wir einen besuch bei michelle. zuerst müssen wir die fähre über den north thompson river nehmen. der fährmann runzelt die stirn und fragt uns, wohin wir denn überhaupt wollen. auch will er das gewicht unseres fahrzeuges wissen. denn 9 tonnen sind das limit. dann meint er, wenn die rampe hält, dann wird es die fähre auch schaffen. wie die meisten innerkanadischen fähren ist diese ebenfalls kostenlos. der fährmann sagt uns, dass michelle wahrscheinlich noch an der landwirtschaftsausstellung in barriere sei und erklärt uns nochmals den genauen weg zur hidden valley ranch. zum glück ist michelle zuhause. für den nachhauseweg hat sie nämlich die backroad genommen. ja, die fährmänner sind nicht besser als die waschweiber. wir sind begeistert von der idyllischen lage der ranch, dem schönen wohnhaus und den vielen tieren – sehr schöne pferde, hunde, katzen.

als wir von shelter bay nach galena bay die fähre über den upper arrow lake nehmen, bittet uns frau captain auf die brücke. sie will die leute kennen lernen, die ein so „cooles rig“ haben. als wir ihr erzählen, dass wir aus der schweiz kommen, bricht sie fast in begeisterungsstürme aus. wir fragen sie, was das schwierigste an ihrem job sei. „landing“ antwortet sie. beim verabschieden wünschen wir deshalb „happy landing“.

ein paar tage verbringen wir noch am duncan lake. wir sind ganz alleine auf der howser recreation site. denn labor day ist vorbei und die kinder sind wieder in der schule.

das flair von kaslo hat es uns angetan - die lage am kootenay lake, der blick in die rockies, die restaurierten bauten aus der zeit um 1900 und die schwimmenden wohnhäuser auf dem see.

in creston – wo wir gerade noch die letzten can dollar „verpulvert“ haben - klopt ein älterer schweiz-kanadier an die türe. ohne begrüssung sagt er etwas entnervt, was uns eigentlich einfalle, mit so einem fahrzeug in kanada herumzureisen. kanada sei schliesslich ein zivilisiertes land. das ist das erste mal, dass unser fahrzeug so negative gefühle ausgelöst hat.

 

wieder in den usa

am 11. september stehen wir am us-zoll. wir bekommen ohne probleme wieder eine aufenthaltsgenehmigung für 3 monate und das, obwohl unser altes visum erst am vortag abgelaufen ist. wir schätzen uns sehr glücklich. haben wir diesbezüglich doch schon viele horrorgeschichten gehört.

 

montana - wyoming

in kalispell angekommen, kaufen wir fast den walmart leer. vor dem grenzübertritt haben wir noch alle frischwaren aufgebraucht. alles erscheint uns so günstig. die lebensmittel kosten etwa 30 – 50 % weniger als in kanada. die schmutzige wäsche fliegt uns nur so entgegen und wir suchen im gps einen laundromaten. zuerst schauen wir immer, ob es sauber ist und ob sie „front loader“ haben. die immer noch erstaunlich weit verbreiteten „rührwerk-waschmaschinen“ waschen nicht sauber und beschädigen die kleider. „dirty boy laundromat“ macht uns einen guten eindruck. plötzlich spricht uns eine dame auf schweizerdeutsch an. es ist die besitzerin des waschsalons und des angrenzenden casinos. vor 40 jahren ist die bielerin als au pair in die staaten gegangen und geblieben.

per e-mail erfahren wir von mark und anita, dass auch sie auf dem weg zum glacier nationalpark und zum yellowstone sind. wir vereinbaren, uns beim casino in browning zu treffen. zum glück hat es geklappt. die dampfenden geysir-felder, die herbstfarben, die wilden tiere ziehen uns wieder in ihren bann. zum schluss verbringen wir auf einem unserer lieblingsplätze südlich vom yellowstone ein paar entspannende „ruhetage“. rosmarie geniesst fast täglich das bad in den nahegelegenen hot springs. da diese sind nicht einfach zu finden sind, ist man dort meistens alleine. am letzten abend kommen noch jasmin und bernhard mit ihrem landy. zum glück kann man mit den heutigen kommunikationsmitteln gut in kontakt bleiben und ein abschied muss nicht definitiv sein.

 

colorado

unser nächstes ziel ist der rocky mountain np. wir staunen, dass die passstrasse wegen ein paar schneeflocken gesperrt wurde. da unsere „weather app“ wetterbesserung anzeigt, wollen wir es am nächsten tag nochmals versuchen. nach einer ruhigen nacht in einem neubauquartier in granby kommen wir also wieder zum „closed“-schild. da erscheint gerade ein polizist und dreht das schild um. wir können gleich weiterfahren. der höchste punkt der sehr schön angelegten passstrasse ist auf 3713 m. auch auf der interstate 70 von denver richtung vail fahren wir meistens auf über 3000 m. weiter südlich beim fremont pass auf 3700 m passieren wir eine molybdän-mine. beim parkplatz hat es sehr gute erklärungstafeln. wir lernen, dass molybdän von allen metallen den fünfthöchsten schmelzpunkt hat und hauptsächlich für die raum- und luftfahrt, katalysatoren, glühbirnen verwendet wird. im angrenzenden leadville lebten um 1950 über 30‘000 menschen. für die minenarbeiter und ihre familien gab es alle erdenklichen versorgunsmöglichkeiten – schulen, spitäler, läden etc. heute ist es ein schön erhaltenes städtchen mit vielen künstlern.

beim great sand dunes np dürfen wir leider nicht auf den sandbergen herumkurven. die sehnsucht nach der wüste ist wieder geweckt. immerhin ist in der angrenzenden national preserve wild campen erlaubt.

 

new mexico

bald ist die grenze zu new mexico erreicht. einige pueblos sind voll auf die touristen ausgerichtet. so enttäuscht uns taos sehr. wegen einer zeremonie ist das taos pueblo hoffnungslos überfüllt und wir flüchten. santa fe gefällt uns schon besser. das historische zentrum ist sehr schön restauriert und lädt rund um die plaza zum flanieren ein.

beim tent rock national monument dürfen wir nicht einmal reinfahren. hunde sind selbst im auto eingeschlossen nicht erlaubt.

 

also auf zur balloon fiesta in albuquerque.


09.2012
Große Auswahl an Landkarten: http://www.stepmap.de/landkarten
StepMap 09.2012