03.2013 florida - georgia - north carolina - south carolina

everglades

von homestead fahren wir in den everglades nationalpark. leider sind hunde wieder auf allen trails und im hinterland verboten. wir lassen gandra im auto und laufen auf den boardwalks durch die sümpfe. die everglades sollte man am besten im kanu erkunden. es gibt verschiedene canoe trails mit backcountry campsites. wegen dem hundeverbot kommt das natürlich für uns nicht in frage.

 

key west

auf dem weg nach key west klappern wir alle state parks ab. ohne reservierung monate im voraus hat man keine chance, einen der schönen campsites zu ergattern. als wir in key west ankommen, schwärmen die touristen von zwei kreuzfahrtschiffen aus. vor dem hemingway haus und dem southernmost point bilden sich entsprechend lange schlangen. wieder einmal sind wir froh, dass unser womo in amerika auf einen normalen pkw-pp passt. denn key west ist ganz und gar nicht auf rv’s ausgerichtet.

 

miami beach 

in miami beach schlendern wir durch den art deco district und den park davor. gandra zieht die ganze aufmerksamkeit auf sich. einige male werden wir allen ernstes gefragt, ob das der filmhund benji sei. die filme stammen aus dem jahre 1987!!!! immerhin ist die ähnlichkeit frappant. den blütenweissen, riesigen, rappelvollen strand können wir leider nicht betreten – no dogs.

 

bike week in daytona beach

in daytona beach kommen wir gerade vom einkaufen. fritz wird von einer dame angesprochen. er hat keine lust zum reden und sagt: sorry, swiss german only. da stellt die dame von englisch auf züridüütsch um. doris ist im alter von 2 jahren mit ihren eltern und geschwistern von horgen in die usa ausgewandert. sie gibt uns noch tipps für die bike week. so ist die main street der haupttreffpunkt der biker und es werden ungefähr 500‘000 motorräder erwartet. unablässig cruisen die biker die küstenstrasse rauf und runter und kreuz und quer durch die stadt. 99 % der motorräder sind harleys und entsprechend knattert und röhrt es. auch wir wollen uns einmal in der main street umsehen. die suche nach einem parkplatz wird zum hindernislauf. bei den unzähligen kirchen können die biker für eine donation (spende) parken. ein paar gewiefte einwohner lassen einen gegen entgelt das auto in ihren vorgärten abstellen. an der ecke international speedway boulevard / granview ave. winkt uns jay. für 5 bucks dürfen wir bei ihm parken. von da sind es nur zwei blocks zur main street. jay setzt sich mit einer dose bier vor unser auto und geniesst es, dass unser “rig“ selbst für die harley-fahrer ein hingucker ist. in der main street sind diejenigen biker, die gerne sich selber, ihre tattoos, ihre bikes und sozius-fahrerinnen präsentieren. als wir nach drei stunden zurückkommen ist jay sehr enttäuscht, dass wir nicht bei ihm auf dem platz übernachten. wir glauben, er hätte uns sogar die 5 dollar zurückgegeben, wenn wir nur geblieben wären. aber der lärm ist ohrenbetäubend. bei der international speedway sind die neuesten motorräder von allen namhaften marken ausgestellt und beim flea market gibt es einen ersatzteilmarkt für die in die jahre gekommenen bikes.

 

jacksonville

langsam geht es nordwärts auf der küstenstrasse „a1a“. in jacksonville besuchen wir die kinsley plantage. das herrenhaus, die küche mit vorratsraum und die sklavenunterkünfte sind noch gut erhalten.es wird erklärt, dass jeder sklave ¼ acre (1‘015 m2) von der saat bis zur ernte selbständig bearbeiten musste. angebaut wurden vor allem baumwolle, etwas indigo und zuckerrohr.

auf der weiterfahrt sehen wir plötzlich autos am strand stehen. wir suchen die zufahrtsstrasse und entdecken, dass diese landzunge teil des huguenot memorial parks ist. am eingang des parks steht gross, dass der besitz und der konsum von alkoholischen getränken im park strikte untersagt sind. sie behalten sich kontrollen der coolers vor. fritz ist der meinung, unser fahrzeug sei „private property“ und da müsse er niemanden rein lassen. ausser uns ist nur noch ein kanadier auf dem camping. die meisten besucher des parks sind tagestouristen, die gerne mit dem auto dem strand entlang düsen.

für uns ist es bisher einer der interessantesten campingplätze. wir sind in den dünen, haben vor uns einen kleinen „privatstrand“ und freie sicht auf den st. johns river. es ist wie freiluftkino. vor uns werden containerschiffe, car carriers, öltanker und kreuzfahrtschiffe in und aus dem hafen von jacksonville gelotst. auf der anderen uferseite ist die naval basis der us army mit diversen kriegsschiffen und einer helikopterflugschule.

 

georgia 

in savannah kann man im visitor center für 7 dollar ein 24h-parkticket kaufen. es ist auch der einzige ort, wo im historic district mit dem womo geparkt und übernachtet werden darf. die historische altstadt ist sehr grün. es hat über 20 squares (kleinere viereckige parks) und um diese herum sind die herrenhäuser gruppiert. in den strassen stehen die typischen backsteinhäuser der südstaaten.

 

south carolina 

wir machen halt im santee state park. der park ist sehr schön gelegen am marion lake, hunde sind auf den trails erlaubt und wir haben wifi beim visitor center. es ist kälter geworden und morgens müssen wir die heizung laufen lassen. bevor wir ins landesinnere abbiegen, checken wir nochmals wegen dem blue ridge parkway. alles offen bis auf ein kleines stück, das wegen einem erdrutsch gesperrt ist.

auf dem weg richtung great smoky mountains kommen wir am congaree nationalpark vorbei. es ist offenbar der noch grösste zusammenhängende auenwald nordamerikas. juhui – hunde sind auf den trails erlaubt. beim visitor center hat es einen mosquito meter. die höchste stufe ist „war“ (krieg). jetzt lässt sich noch keines dieser stechviecher blicken, aber hier möchten wir im sommer nicht sein.

in spartanburg übernachten wir auf dem pp von home depot/walmart. es fängt jetzt richtig an zu schütten. wir vertreiben uns die zeit mit surfen und einem besuch bei einem rv-händler. es ist erstaunlich, wieviel platz in einem 5th-wheeler mit ausgefahrenen slide-outs vorhanden ist. polstergruppe, tische und stühle, fernseher, küche, schlafzimmer, nassraum mit waschmaschine und tumbler. die möbel sind nicht nach unserem geschmack – viel zu altmodisch und dunkel. auch die grossen rv’s haben zum teil noch eine richtig „barocke“ möbilierung.

 

north carolina

die sonne zeigt sich wieder und wir kurven jetzt in die berge und wollen zum great smoky mountain np. schon in maeggie valley beginnt es zu nieseln. kurz vor der passhöhe beim soco gap finden wir einen ebenen parkplatz. der schnee setzt jetzt an. wir denken, morgen ist das alles wieder weg. in der nacht fällt das thermometer auf minus 5 grad. scheinbar ist es doch ungewöhnlich für diese jahreszeit. überall blühen schon die kirschbäume und hier und da zeigen sich auch osterglocken. dann kommt einer vom north carolina local tv. er macht aufnahmen vom schnee und interviewt uns.

wir fahren zurück nach asheville und erkundigen uns im blue ridge parkway visitor center nach dem neuesten stand. wir stellen wieder einmal fest, dass die nationalparks immer mehr von volunteers betrieben werden. oft sind sie sehr freundlich, haben aber meistens keine grosse ahnung. wie der junge mann, der einfach seine 500 stunden fronarbeit leisten will, damit er dann lebenslänglich gratis in die parks kann und auch kostenlos campen darf. der parkway ist jetzt bis auf weiteres ganz geschlossen und wir erfahren, dass es absolut keinen strassenunterhalt gibt. es ist auch nicht das erste mal, dass man uns fragt, ob wir denn nichts von den budgetkürzungen mitbekommen hätten. 

also wieder zurück an die küste. der pettigrew state park am lake phelps ist eigentlich nur als zwischenstopp gedacht. der camping bei der ehemaligen reis-plantage und die trails (hunde erlaubt!) gefallen uns so gut, dass wir bis nach ostern bleiben.

03.2013
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