12.2013 marokko: erg chegaga - erg chebbi

anreise nach marokko

unser plan war, anfans dezember gemütlich via frankreich, spanien und portugal nach marokko zu reisen. unsere abreise verzögert sich plötzlich wegen dem verkauf unseres hauses. es müssen in windeseile vollmachten ausgestellt werden, damit wir doch noch rechtzeitig in marrakech unsere reisefreunde treffen können. marion, martin und rolf nehmen am 19. dezember die fähre von genua nach tanger. petra wird am 21. dezember von münchen nach marrakech fliegen. unserer hündin gandra wollen wir die 48-stündige überfahrt mit der fähre nicht zumuten. so machen wir uns am 12. dezember auf den weg nach algeciras. da wir den besuch von portugal  voraussichtlich auf die heimreise verschieben, bleibt noch genügend zeit, dass wir einmal die fahrt auf mautfreien strassen ausprobieren können. wir kommen recht flott voran und zwar so schnell, dass wir in frankreich gleich zweimal geblitzt werden. na, wir werden dann sehen, ob wir mit dieser wahl wirklich viel geld gespart haben. am fünften tag entdecken wir beim lidl in palmones – ein paar kilometer vor dem hafen von algeciras – eine stattliche anzahl wohnmobile. hauptsächlich italiener, franzosen und deutsche. wie alle reisenden stocken wir unsere vorräte auch noch auf und übernachten auch gleich auf dem womo-parkplatz. am nächsten morgen gehen wir um 9 uhr zu juan carlos. er hat gerade promoción und das retourticket für camper und 2 personen kostet euro 200. wir müssen gleich losfahren, denn unsere fähre geht um 10 uhr. nach kurzer überfahrt landen wir im neuen hafen von tanger med. so eine problemlose einreise hatten wir noch nie und wurden auch nicht von irgendwelchen schleppern belästigt.

 

erg chegaga

wir sind schon ein paar tage auf dem camping le relais in marrakech, als unsere freunde am 21. dezember eintreffen. am nächsten tag fahren wir gleich weiter, denn weihnachten wollen wir in den dünen vom erg  chegaga feiern. von foum zguid aus rasen wir mit hoher geschwindigkeit über den topfebenen lac iriki. alle drei autos hinterlassen eine kilometerlange staubfahne. nach so langer sandabstinenz werden die jungs im sand auch gleich übermütig. mit viel zu viel luft sind wir in die dünen gesprescht. schaufeln und luft ablassen sind angesagt. am weihnachtstag servieren uns unsere bayrischen freunde weisswürste, brezen und echtes weissbier. abends geniessen wir beim langerfeuer die stille und den zauberhaften sternenhimmel über uns. nach ein paar spieltagen im sand stehen uns 200 km schotterpiste nahe der algerischen grenze bevor. es fühlt sich an wie in einem schüttelbecher und gandra gefällt das gar nicht. die welt ist klein und kurz vor taouz kreuzen wir harald und petra mit ihrem toyo. nach einer abenteuerlichen oued-durchquerung landen wir in merzouga. hier gibt es einen kleinen auto-service. der mechaniker kann für rolf’s  landy sogar ein kreuzgelenk auftreiben und die nötige reparatur ausführen.

 

erg chebbi

wir können es kaum erwarten, bis wir wieder sand unter den rädern haben. wir kämpfen uns im erg chebbi n die richtung der höchsten düne. den gipfel müssen wir aber zu fuss erklimmen, denn das basislager errichten wir weiter unten. abends kommen noch wagemutige spanier und machen mit ihren geländewagen und viel lärm rennen am dünenhang. am zweiten tag haben wir den erg chebbi schon durchquert. alle wünschen für die letzte gemeinsame übernachtung nochmals ein dünencamp. marion hat schon mit dem kochen begonnen, als die männer  den letzten spieltag im sand voll auskosten wollen. und es kommt natürlich zu einer heissen bergeaktion. wau, und dann die überraschung: es gibt fleischfondue und damit die armen schweizer nicht heimweh bekommen auch noch raclette. zum dessert zaubert marion aus dem magirus ein mousse au chocolat hervor.

am 1. januar müssen sich unsere freunde schon wieder richtung heimat aufmachen. wir bleiben noch ein paar tage in merzouga. die wüste hat uns wieder in ihren bann gezogen.


12.2013
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