09.2017 abenteuer br 319 - amazonas - brasília

interoceanica

So freundlich wie in Brasilien sind wir noch in keinem Land in Südamerika empfangen worden. Wir setzen unseren Weg auf der Interoceanica fort bis Porto Velho. Dort lassen wir bei einem Reifenhändler die Räder tauschen. Wir erkundigen uns beiläufig über den Zustand der BR 319 von Porto Velho nach Manaus. Und siehe da, vor einem Jahr sind alle Holzbrücken erneuert worden. Einmal mehr wird unsere grobe Reiseplanung über den Haufen geworfen. Das Abenteuer Amazonas kann beginnen.

br 319 von porto velho nach manaus

Die einst berüchtigte BR 319 von Port Velho nach Manaus hat ihren Schrecken verloren. Die Dirt Road ist bei trockenem Wetter gut befahrbar. Setzt aber Regen ein, dann wird die Strasse aus roter Tonerde zur reinsten Rutschpartie. Ausser den unzähligen Holzbrücken gibt es noch zwei abenteurliche Fluss-Fähren. Vor Manaus sehen wir bei der Überquerung des Amazonas den Zusammenfluss des Rio Negro (schwarzes Wasser) mit dem Rio Solimões (braunes Wasser).

manaus - stadt im herzen von amazonien

Das Teatro Amazonas und ein paar historische Gebäude sind renoviert worden. Sonst ist vom Glanz aus der Zeit des Kautschukbooms nicht mehr viel zu spüren und der Dschungel erobert sich seinen Platz zurück.

amazonas - 6 tage auf einer "balsa" von manaus nach belém - 1600 km stromabwärts

Wir verladen unser Wohnmobil im Porto Trairi (Manaus) auf eine Amazonas-Transportfähre. Mit dabei sind die holländischen Overlander Greta und Joost und der brasilianische LKW-Fahrer Manuel. Im Sattelzug von Manuel sind  23 Tonnen gefrorene  Amazonas-Fische. Diese werden nach São Paulo zum Filetieren gebracht und anschliessend nach Japan verschickt. Die Mannschaft ist gut drauf und wir geniessen jeden Tag die Aussicht von unserem Logenplatz aus. Das Essen in der Kombüse ist ausgezeichnet und die Stimmung beim Sundowner könnte nicht besser sein.

Der Amazonas - Fluss der Flüsse - ist zugleich die Hauptverkehrsader. Die Transportmittel sind Boote, Fähren und Passagierschiffe. Für die medizinische Versorgung gibt es ein Spitalschiff und die Kinder werden per Boot zur Schule gebracht. Wir staunen über die "Boots-Supermärkte", die immer wieder bei unserer Balsa anlegen. Als ein Problem die Fähre zum Stillstand bringt, helfen auch die Passagiere mit. Joost mit seinem Fachwissen als Maschinen-Ingenieur und wir mit Briden aus unserem Ersatzteillager. Am letzten Tag werden wir um 5 Uhr morgens geweckt. Sie haben keinen Diesel mehr und die Offroadvilla ist die auserkorene Tankstelle.

brasília - die futuristische hauptstadt

Von Belém fahren wir auf  der Transbrasiliana (BR 153) bis in das futuristisch anmutende Brasília. Die auf dem Reissbrett entworfene Hauptstadt wurde 1964 eingeweiht. Einzelne Gebäude sind architektonische Highlights. Die Entfernungen dazwischen sind aber gewaltig. Leider wirken die nicht sonderlich gepflegten Gärten und Parks ziemlich trostlos.

Gefahrene Strecke

Puerto Maldonado - Grenzübergang Peru/Brasilien bei Iñapari - Porto Velho - Manaus - Fähre -  Belém - Brasília - Curitiba