aserbaidschan - georgien - türkei 2019

aserbaidschan

Um 11 Uhr kommen wir im Hafen von Alat (südlich von Baku) an. Nach der Passkontrolle kann niemand von Bord fahren. Die Fahrer einer europäischen Firma haben die Fahrzeuge im Hafen von Kuryk abgegeben und sind dann von Aktau nach Baku geflogen. Jetzt weilen sie noch im Hotel. Nach drei Stunden tauchen sie endlich auf und machen Platz. 

Auch in diesem neuen Hafen ist das Chaos perfekt. Nach dem Bezahlen aller Gebühren (Road Tax, Bridge Fee, Fahrzeugtransport) können wir das Hafengelände verlassen. Wir steuern die erste "Markentankstelle" an und das Tanken macht wieder Spass (ca. 0,35 EURO pro Liter).

In Aserbaidschan halten wir uns strikt an die LKW-Geschwindigkeitslimite von 70 km/h. Wir sind gewarnt worden ;-)

Bei einem Markt treffen wir unsere türkischen Freunde wieder. Sie laden uns spontan zum Mittagessen ein.

georgien

Vor der Grenze nochmals volltanken und schon sind wir in Georgien. Im Gegensatz zu unserem letzten Besuch im 2015 ist eine Haftpflichtversicherung für die Fahrzeuge jetzt obligatorisch. Das wird bei der Ausreise auch überprüft.

Es dauert nicht lange und wir stehen auf einem Übernachtungsplatz mit Fernsicht. Am nächsten Tag können wir miterleben, wie die Tiere auf die Sommerweiden getrieben werden.

Vor der Grenze zur Türkei entdecken wir auf der OSM-Karte eine Abkürzung, die uns viele Kilometer ersparen würde. Nach einem Dorf mündet die Strasse plötzlich in einen Feldweg. Fahrer und Navigator haben da sehr unterschiedliche Ansichten. Fritz erblickt am Horizont Häuser und fährt weiter. Wir erreichen die Siedlung und stellen fest, dass diese wahrscheinlich vor langer Zeit von der anderen Seite her erschlossen wurde.

türkei

Die Türkei ist nach wie vor eines unserer Lieblingsreiseländer. Die freundlichen Menschen und die abwechslungsreiche Landschaft haben es uns angetan.

Nach einer Nacht am 1900 m hoch gelegenen Cildir See besorgen wir uns im nächst grösseren Ort eine SIM-Karte und decken uns mit dem berühmten Kars-Käse ein.

Wir können Wasser bunkern und finden einen einsamen Stellplatz. Die Waschmaschine läuft wieder einmal auf Volltouren. Abends bekommen wir noch Besuch von einem vorbeiziehenden Hirten und seinem Sohn.

Vor vier Jahren gab es an dieser Stelle  noch keinen Stausee.

Am nächsten Stausee begrüsst uns die Jandarma. Sie interessieren sich hauptsächlich für den Truck und fragen uns nach Facebook und Instagram. Wir müssen sie leider enttäuschen. 

In Divriği möchten wir die bekannte Moschee besuchen. Sie ist aber wegen Renovationsarbeiten bis 2020 geschlossen. Anschliessend gönnen wir uns in der Altstadt einen echten türkischen Döner.

In der Nähe von Kangal ein weiterer neuer Stausee, der noch nicht in den OSM- Karten verzeichnet ist.

47 km vor Kayseri steht eine der schönsten seldschukischen Karawansereien. Sie ist geschlossen. Im Café nebenan sitzt eine Männergruppe. Ein älterer Mann spricht französisch und organisiert freundlicherweise den Schlüssel für uns. 

Am Fusse des erloschenen Vulkans Erciyes Dağı treffen wir wieder auf Halbnomaden. Es ist Ramadan-Ende und dementsprechend viel los. Etliche Grossfamilien nutzen die freien Tage für ein Picknick am See. Jede Nacht werden wir aus dem Tiefschlaf gerissen, weil irgendwelche angesäuselten Tagestouristen mit ihren Autos oder Mopeds den Weg vom See zur Pass-Strasse nicht mehr finden. Ein paar Kilometer Luftlinie weiter gibt es einen ruhigeren Platz mit Aussicht.

Im Morgengrauen nehmen wir die Fähre über die Dardanellen und schwups sind wir in Griechenland. Die Strände sich noch leer. Lange bleiben wir nicht. Die Fähre nach Italien wartet. Eine spannende Reise  - wie wir sie niemals geplant hatten - geht zu Ende.