auf zum nordkap

Am Nord-Ostsee-Kanal verspüren wir einen Hauch von der grossen weiten Welt. 

In Frederikshavn nehmen wir die Nachmittagsfähre nach Göteborg. Die Überfahrt dauert knappe 4 Stunden. Während dieser Zeit kaufen die schwedischen Passagiere  im DutyFreeShop Unmengen von Bier, Wein und Spirituosen ein. Bei unserer Ankunft in Göteborg ist es schon 18 Uhr. Die Gegend ist dicht besiedelt und wir greifen wieder einmal auf eine Stellplatz-App zurück. Es überrascht uns nicht, dass der Parkplatz fast voll ist.

In Skandinavien gibt es immer noch viele schöne "app-freie" Plätze, die nur mit Allrad erreichbar sind.

Am Rande des Fullufjällets Nationalparks besuchen wir ehemalige Arbeitskollegen von Fritz. Vor über 20 Jahren sind Dominique und Beat mit ihren Huskies nach Schweden ausgewandert und haben ein Business mit Schlittenhundetouren aufgebaut: schlittenhundetouren-dalarna.se

Wir bekommen die ersten Rentiere zu Gesicht und zu unserem Erstaunen Bauernhöfe mit schottischen Hochlandrindern.

In Strömsund - der Eintrittspforte zu Südlappland - zweigen wir auf den Vildmarksvägen (Wildnis-Strasse) ab. Der erste Abstecher führt uns zum Hällingsåfallet.

Vorbei am Stora Blåsjön (grosser Blausee) gelangen wir zum Sami-Dorf Ankarede. Die Koten (eine Art Tipis) und Holzhäuser stehen die meiste Zeit des Jahres leer. Die Mitglieder der Kirchgemeinde leben weit verstreut und ein wöchentlicher Besuch des Gottesdienstes wäre zu aufwendig. Es ist auch ein uralter Versammlungsort der lokalen Sami. Zweimal im Jahr finden grosse Zusammenkünfte mit Feierlichkeiten statt - zur Sommersonnenwende und im Herbst.

Durch ursprüngliche Landschaften gelangen wir nach Norwegen.

Im 2012 haben wir im Yukon und in Alaska den Polarkreis zum letzten Mal überquert. Und im 2019 nun in Norwegen.

Wir fahren weiter nordwärts auf der E6. Viele Tunnels - dann und wann eine Fähre.

Manchmal steigt uns der unangenehme Geruch von den Lachsfarmen in die Nase.

Im schlauen Reiseführer aus der Online-Bibliothek lesen wir, dass die Insel Senja eines der bestgehüteten Geheimnisse Norwegens sei und ein würdiger Ersatz für die hoffnungslos überlaufenen Lofoten. Die Insel ist landschaftlich ein Traum und ein wahres Wanderparadies. Nur leider spielt das Wetter nicht mit.

Wetterglück haben wir am Nordkap. Bei unserer Ankunft lichtet sich der Nebel.

Weiterbildung im Visitor Center ;-)

Durch skandinavische Bilderbuchlandschaften gelangen wir vom Nordkap zur finnischen Grenze.

In Rovaniemi erreichen wir wieder den Polarkreis und betreten das Hauptpostamt von Santa Claus.

Wieder in Schweden besuchen wir die Kirchenstadt Gammelstad mit ihren 408 Holzhäusern. Sie ist seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe. Die weit von einander entfernt lebenden Gemeindemitglieder trafen sich zum Besuch der Gottesdienste, Austausch von Neuigkeiten, Gerichtsverhandlungen und Märkten. Da die Anreise mit den damaligen Verkehrsmitteln lange dauerte, übernachteten die Leute in ihren eigens dafür errichteten Gebäuden.

Die Fährüberfahrt von Trelleborg nach Rostock dauert nur 6 Stunden.

Nach einer Übernachtung am Havelkanal ausserhalb von Potsdam erreichen wir unser BaseCamp in Bayern. Lange bleiben wir nicht. Wir haben ein neues Ziel vor Augen.